Immobilienkauf

Immobilienkauf: Augen auf bei Wohninvestments

In Zeiten niedriger Zinsen und einer starken Nachfrage nach Immobilien entschließen sich immer mehr Menschen dazu, in Wohnimmobilien zu investieren. Doch bei diesem Investment sollten laut Verband Privater Bauherren (VPB) einige Dinge beachtet werden.

Wer sein Geld in „Betongold“ investieren möchte, sollte zunächst die Angebote der Hausbank kritisch überprüfen. Dabei sollten sich die Anleger nicht von günstigen Konditionen blenden lassen. Viel wichtiger seien unter anderem die Bausubstanz, die Lage und die zukünftige Entwicklung der Immobilie im Zusammenhang mit ihrer räumlichen Lage. Zudem raten die Experten des VPB dazu, die gewünschte Immobilie vorab gemeinsam mit einem Bausachverständigen gründlich zu prüfen. Dabei untersucht der Fachmann unter anderem, welche Sanierungen eventuell erforderlich sind, in welchem Zustand die Haustechnik ist und ob die Versorgungsleitungen erneuert werden müssen.
 
Nur der Immobilienexperte kann schließlich beurteilen, ob sich das Investment auf langer Sicht wirklich lohnt oder es zu einem finanziellen Reinfall wird. 
 
Quelle: VPB © photodune.net

Immobilienkauf: Immer mehr Mieter können nicht das erforderliche Eigenkapital für das Eigenheim aufbringen

Endlich keine Miete mehr zahlen und Eigentum besitzen: Für 84 Prozent der Deutschen ist das trotz steigender Immobilienpreise der größte Traum. Doch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln warnt: Wenn die Mieten weiterhin so steigen, können immer weniger Menschen das erforderliche Eigenkapital für die eigene Immobilie aufbringen.

Laut Experten des IW sollten zukünftige Eigentümer etwa 30 Prozent der Kaufsumme bereits angespart haben, um das nötige Eigenkapital vorweisen zu können. Bei einem Preis von 300.000 wären das immerhin 90.000 Euro. Doch diese Summe kann nur jeder 11. Mieter überhaupt aufbringen. Denn die Mieten steigen unaufhörlich und verhindern so das Ansparen größerer Summen. Zudem werden auch die Kaufnebenkosten immer höher und viele Banken stellen vermehrt höhere Ansprüche beim Eigenkapitalanteil. Das Ergebnis ist daher vor allem für junge Leute sowie Geringverdiener katastrophal.
 
Denn sie können sich immer seltener eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus leisten. Experten gehen deshalb davon aus, dass Wohneigentum in naher Zukunft nur noch ein Privileg für Besserverdiener wird.
 
Quelle: IW © photodune.net

Urteil: Immobilienkäufer muss für fällige Sonderumlage zahlen

Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass ein Erwerber von Wohn- oder Teileigentum für eine Sonderumlage haftet, die nach dem Eigentümerwechsel fällig wird. Dies gilt auch, wenn die Umlage bereits vor dem Verkauf beschlossen wurde (AZ V ZR 257/16).

Im vorliegenden Fall hatte eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) von einem Eigentümer gefordert, der Zahlung einer Sonderumlage nachzukommen. Zur Finanzierung dringender Baumaßnahmen wurde bereits vor Verkauf eine Summe von 60.000 Euro beschlossen, von denen 2.400 Euro auf den neuen Eigentümer entfielen. Der Eigentümer argumentierte jedoch, dass er nicht für Beschlüsse vor dem Erwerb in Haftung genommen werden kann.

Das Gericht entschied jedoch aktuell zugunsten der WEG. Ein Eigentümer muss alle Beitragsvorschüsse leisten, die aufgrund von beschlossenen Wirtschaftsplänen oder Sonderumlagen während seiner Mitgliedschaft fällig werden.
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